2. Weimarer Typostammtisch: Dr. Karl Panse

Der Gelehrte Dr. Karl Panse gründete Mitte des 19. Jahrhunderts in Weimar am Standort der heutigen Pavillon-Presse sein Verlagsgeschäft und legte damit den Grundstein für einen wichtigen Thüringer Druckerei- und Verlagsstandort, an dem bis zur Wende produziert wurde und aus dem die heutige Thüringische Landeszeitung hervorging.

Vereinsmitglied Herbert Schachtschabel berichtet beim 2. Weimarer Typostammtisch der Pavillon-Presse über Leben und Wirken von Karl Panse. Der Eintritt ist frei. Um eine unverbindliche Anmeldung wird jedoch gebeten.

Der Vortrag beginnt am 16. März 2017 um 19 Uhr.

Ausstellung: Leselernschriften – Hand- und Druckschriften aus über 100 Jahren Schulausbildung

20. Februar bis 21. April 2017

Diese Ausstellung zeigt anhand von Lehr­materialien und Anwendungs­bei­spielen die wechsel­volle Entwicklung der Lese­lerns­chriften im deutsch­sprachigen Raum vom 19. Jahr­hundert bis heute. Von alt­deutschen Hand- und Druck­schriften spannt sich dabei der Bogen bis zu den lateinischen Hand- und Schul­buch­druck­schriften der Gegenwart.

Die Sonderausstellung war bereits im vergangenen Oktober zu sehen und wird nun erneut im Haus gezeigt.

1. Weimarer Typografie-Stammtisch in der Pavillon-Presse am 16. Februar 2017

Die Pavillon-Presse als Treffpunkt für Freunde der Schrift und Druckkunst. Ab diesem Jahr laden wir regelmäßig zum Weimarer Typo-Stammtisch in die Pavillon-Presse ein. Die Veranstaltung beginnt jeweils mit einem kostenlosen Fachvortrag und bietet daneben reichlich Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Fachsimpeln mit Kollegen aus der Region.

Den ersten Vortrag hält Vorstandsmitglied Jay Rutherford zum Thema »Visuelle Rhetorik«.

Wir alle sind vertraut mit grundlegenden verbalen rhetorischen Mitteln wie Metapher (Ihre Augen waren ein tiefblauer See), Übertreibung (Diese Tasche wiegt eine Tonne), oder Ironie (Nette »Freunde« hast Du). Visuelle Rhetorik wird von Designern, Illustratoren und Künstlern fast automatisch zur Übertragung von Bedeutung oder zur Erzeugung von Verhaltensanreizen eingesetzt. Der Vortrag erläutert Aktionen und häufig eingesetzte Ansprachen der visuellen Kommunikation und zeigt an Beispielen rhetorischer Methoden auf, wie Sie diese noch besser als bisher einsetzen können.

Der Vortrag beginnt am 16. Februar 2017 um 19 Uhr.
Bitte melden Sie sich hier unverbindlich zur Teilnahme an.

Die 5-Kilo-Stempel-Hauptprobe

Das Ende des 19. Jahrhunderts von David Stempel gegründete Unternehmen wurde zu einer der bedeutendsten Schriftgießereien des 20. Jahrhunderts. 1925 gab das mittlerweile als Aktiengesellschaft firmierende Unternehmen eine knapp 1200 Seiten starke Hauptprobe heraus. Sie ist eine der umfangreichsten Schriftproben überhaupt und ein einmaliges Spiegelbild der Typografie der Zeit. Neben häufig eingesetzten Bleisatz-Schriften zeigt die Probe auch die Einfassungen, Vignetten, Linien, Spezialziffern, Muster etc.

Heute ist die Probe ein begehrtes Sammler-Stück. Sie können gern Pate dieses Museumsobjektes werden. Digitalisierungen einzelner Schriften im Buch können gemäß unserer Gebührenordnung bestellt werden.

Ausstellung: Hochdruck? Tiefdruck? Flachdruck?

7. November bis 23. Dezember 2016

Mit einer neuen Ausstellungs­reihe soll Wissen zu druck­grafischen Techniken vermittelt werden. Begonnen wird mit dem Holz­stich, einer Technik, die im 19. Jahrhundert für die Reproduktion von Bildern in hohen Auflagen weiter entwickelt wurde. Aus unserer Sammlung werden Holz­stiche in Büchern und original­grafische Arbeiten von Werner Klemke, Egbert Herfurth, Karl-Georg Hirsch, Christa Jahr und vielen anderen gezeigt. Dazu vermitteln Druck­stöcke und Werk­zeuge einen Einblick in die Kunst des Holzschnitts.

Ausstellung: Leselernschriften – Hand- und Druckschriften aus über 100 Jahren Schulausbildung

10. Oktober bis 4. November 2016

Diese Ausstellung zeigt anhand von Lehr­materialien und Anwendungs­bei­spielen die wechsel­volle Entwicklung der Lese­lerns­chriften im deutsch­sprachigen Raum vom 19. Jahr­hundert bis heute. Von alt­deutschen Hand- und Druck­schriften spannt sich dabei der Bogen bis zu den lateinischen Hand- und Schul­buch­druck­schriften der Gegenwart.

Walbaum-Wochenende »Leselernschriften«

8. und 9. Oktober 2016

Schrift zwischen Tradition und Funktionalität: Die Abschaffung von Kurrent und gebrochener Schrift bildeten im 20. Jahrhundert bereits einen Bruch in der Kulturentwicklung der Leselernschriften im deutschsprachigen Raum. Und auch die technologischen Umwälzungen der Gegenwart stellen Umfang und Rolle der Lehre der Handschrift in der Schule auf eine weitere Probe. Dieses Walbaum-Wochenende widmet sich diesen Entwicklungen, bietet informative Fachvorträge und lädt zur Diskussion um die gegenwärtigen Entwicklungen ein.

Mehr Details und Anmeldung unter: walbaum-wochenende.de

Johannisfest 2016

25. Juni 2016, 14–18 Uhr

Wir feiern den Namenstag Johannes Gutenbergs, dem Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern. Zudem wollen wir unseren Albert-Druckautomaten in Betrieb setzen und laden zum gemeinsamen Feiern und Drucken in die Pavillon-Presse ein.

Tschernichows konstruierte Schrift

Eine hochinteressante Schenkung an unser Museum. Jakow Georgijewitsch Tschernichow (1889–1951) war ein Architekt und Designer des russischen Konstruktivismus. Tschernichow wurde vor allem als Theoretiker und Hochschullehrer bekannt. Als Architekt entwarf er über 60 (jedoch vielfach nicht realisierte) Gebäude. Während des Stalinismus rückte er wie viele seiner Kollegen durch den staatlichen Druck von der funktionalistischen Formensprache ab und konnte keine architektonischen Projekte mehr verwirklichen. Er zeichnete stattdessen Fantasie-Architekturentwürfe und wandte sich Schriftstudien zu. Letztere sind im hier vorliegenden Buch aus dem Jahr 1958 zusammengefasst. Die zumeist kyrillischen Alphabete sind einerseits konstruiert, anderseits fantasievoll ausgeführt.