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  1. Ralf Herrmann

    Die dritte Dimension: Schrift in Holz schneiden (Workshop)

    bis
    Ein Wochenend-Workshop in der Pavillon-Presse Weimar mit Workshop-Leiter Tobias-David Albert Anders als bei Typografie ist ein in Stein oder Holz geschnittener Buchstabe ein dreidimensionales Objekt, bei dem sich Licht und Schatten lebendig erleben lassen. Die klassische Technik von Buchstaben in Holz oder Stein zu schneiden ist ein V-Schnitt. Die Besonderheit von Holz im Vergleich zu Stein ist seine sehr warme Erscheinung. Außerdem läßt das Material überall finden. Es verlangt aber im Gegensatz zum Stein besondere Aufmerksamkeit, da vor allem mit der Maserung gearbeitet werden sollte. Die Capitalis lässt sich wunderschön mit dem Holzschnitt verbinden aber auch alle andern Schriftformen wie Textura, Fraktur, Unziale oder Serifenlose, etc.. Mit leicht zu bearbeitenden Laubholz (Birke, Ahorn oder Buche) möchte ich erste Schritte in dieser Technik mit den Teilnehmern erarbeiten. Zunächst werden Formen geschrieben oder gezeichnet. Danach werden diese für den V-Schnitt vorbereitet. Anhand von 1–3 Buchstaben kann man das Prinzip des V-Schnittes verstehen. Darüber hinaus bekommt man durch diese Arbeit eine gute Vorstellung von dreidimensionalen Buchstabenformen im allgemeinen. Außerdem wird Literatur zum weiter lernen vorgestellt. Neben einem Kerbschnittmesser für jeden Terilnehmer stehen weitere Werkzeuge zum probieren zur Verfügung. Zum Arbeiten mit den Messern gehört etwas Grundwissen, um die Werkzeuge scharf zu halten. Um eine Inschrift abzuschließen, ist Wissen zu Holz, Farben und Ölen nötig, auch dazu einige Vorschläge. Tobias-David Albert (*1978) studierte Visuelle Kommunikation an der Fakultät Gestaltung in Wismar sowie Schriftgestaltung an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (bei Fred Smeijers). Zwischen 2012–2017 lehrte er an der Fakultät Gestaltung, Wismar, und seit 2017 lehrt er an der Burg Giebichenstein, Halle. Tobias-David bewegt sich an den Schnittstellen zwischen Kalligrafie, Lettering und Type-Design und hat viele individuelle Buchstabenformen für Postkarten, Etiketten, Ladenschilder, Glaswaren, Grabsteine und ähnliches geschaffen. Er wendet eine breite Palette von Techniken wie Zeichnen, Schnitzen und Gießen an und arbeitet mit Materialien wie Holz, Glas und Metall. Wann: 15. Oktober 2022 (10 Uhr) bis 16. Oktober 2022 (circa 14 Uhr) Wo: Museumsboden der Pavillon-Presse Weimar Teilnehmerzahl: Mindestes 8, maximal 10. Anmeldung über unseren Ticket-Shop unter https://tickets.pavillon-presse.de oder über das folgende Formular. JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert. Um unseren Ticket-Shop ohne JavaScript aufzurufen, klicken Sie bitte hier.
  2. Ralf Herrmann

    Kalligrafie-Kurs: Von Textura zur Fraktur

    bis
    Ein Kalligrafie-Wochenend-Workshop für gebrochene Schriften mit Tobias-David Albert. Samstag, 16. Oktober 2021, 10:30 Uhr bis circa 16 Uhr und Sonntag, 17. Oktober 2021, 10 Uhr bis circa 14 Uhr Textura, Blackletter, Gothic Script und Fraktur sind alles verschiedene Bezeichnungen für Schriften, die scheinbar eher dunkel und eckig im heutigen Gebrauch von Schrift bestimmte Schubladen bedienen. Man findet sie auf den Ettiketten von Bierflaschen oder in den Logos von Metal- und Hardrockbands. Auch in der Gothic-Szene und beim Tätowierer sind sie nach wie vor gefragt. Das alles lässt wenig vermuten, dass das erste mit beweglichen Lettern gedruckte Buch der westlichen Welt, Gutenbergs 42-zeilige Bibel, in einer Texturschrift gedruckt war. Im 12. Jahrhundert entstehen in Mittel- und Nordeuropa Schriftformen in der Buchschrift, die man heute als gebrochene Schriften bezeichnet. Diese Schriftformen werden dann über die Renaissance in Europa weiterentwickelt und bleiben in Deutschland bis in die 1940iger Jahre in der Typografie die vorherrschende Schriftform. Noch im Anfang des 20. Jahrhunderts kamen durch Rudolf Koch, parallel zur Arts and Crafts Bewegung in England, wichtige neue Impulse für einen neuen und lebendigen Umgang mit gebrochenen Schriften in die Kalligrafie und Schriftgestaltung. Der Wochend-Workshop mit dem Schriftgestalter Tobias-David Albert knüpft an den ersten Teil des Workshops an. Trotzdem ist er ein offenes Angebot an jeden Menschen, der etwas Erfahrung mit Kalligrafie oder Typografie mitbringt. Die Textura stellt den Ausganspunkt für gebrochene Schriften im Mittelalter dar. Mit der Fraktur erreichen diese Schriftformen ihren Höhepunkt im 15. Jahrhundert. Hier wird der Strich der gebrochenen Schriften beweglicher und spielerischer und formt so einen neuen Typus von Handschrift. Vor allem die Versalien der Fraktur-Schriften laden zum experimentieren und spielen ein. Anhand von Schreibvorlagen wird mit Rohrfedern, Paralell-Pen und anderen Schreibgeräten gearbeitet. Dazu gibt es Hintergrundwissen zur Beziehung von gebrochenen Schriften zur Antiqua. Das wiederum führt auch zu einem bessseren Verständnis der Formen, der heute gebräuchlichen Buchschriften in der Typografie – oder macht einfach Spaß zu entdecken. Große, kleine, kuriose und moderne Werkzeuge, Tinten, Papier und weiterführende Literatur werden vorgestellt. JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert. Um unseren Ticket-Shop ohne JavaScript aufzurufen, klicken Sie bitte hier.
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