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Die dritte Dimension: Schrift in Holz schneiden (Workshop)

Ein Wochenend-Workshop in der Pavillon-Presse Weimar mit Workshop-Leiter Tobias-David Albert

Anders als bei Typografie ist ein in Stein oder Holz geschnittener Buchstabe ein dreidimensionales Objekt, bei dem sich Licht und Schatten lebendig erleben lassen. Die klassische Technik von Buchstaben in Holz oder Stein zu schneiden ist ein V-Schnitt. Die Besonderheit von Holz im Vergleich zu Stein ist seine sehr warme Erscheinung. Außerdem läßt das Material überall finden. Es verlangt aber im Gegensatz zum Stein besondere Aufmerksamkeit, da vor allem mit der Maserung gearbeitet werden sollte.
Die Capitalis lässt sich wunderschön mit dem Holzschnitt verbinden aber auch alle andern Schriftformen wie Textura, Fraktur, Unziale oder Serifenlose, etc.. 

Mit leicht zu bearbeitenden Laubholz (Birke, Ahorn oder Buche) möchte ich erste Schritte in dieser Technik mit den Teilnehmern erarbeiten. Zunächst werden Formen geschrieben oder gezeichnet. Danach werden diese für den V-Schnitt vorbereitet. Anhand von 1–3 Buchstaben kann man das Prinzip des V-Schnittes verstehen. Darüber hinaus bekommt man durch diese Arbeit eine gute Vorstellung von dreidimensionalen Buchstabenformen im allgemeinen.
Außerdem wird Literatur zum weiter lernen vorgestellt. Neben einem Kerbschnittmesser für jeden Terilnehmer stehen weitere Werkzeuge zum probieren zur Verfügung. Zum Arbeiten mit den Messern gehört etwas Grundwissen, um die Werkzeuge scharf zu halten. Um eine Inschrift abzuschließen, ist Wissen zu Holz, Farben und Ölen nötig, auch dazu einige Vorschläge.

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Tobias-David Albert (*1978) studierte Visuelle Kommunikation an der Fakultät Gestaltung in Wismar sowie Schriftgestaltung an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (bei Fred Smeijers). Zwischen 2012–2017 lehrte er an der Fakultät Gestaltung, Wismar, und seit 2017 lehrt er an der Burg Giebichenstein, Halle. Tobias-David bewegt sich an den Schnittstellen zwischen Kalligrafie, Lettering und Type-Design und hat viele individuelle Buchstabenformen für Postkarten, Etiketten, Ladenschilder, Glaswaren, Grabsteine und ähnliches geschaffen. Er wendet eine breite Palette von Techniken wie Zeichnen, Schnitzen und Gießen an und arbeitet mit Materialien wie Holz, Glas und Metall.

Wann: 15. Oktober 2022 (10 Uhr) bis  16. Oktober 2022 (circa 14 Uhr)
Wo: Museumsboden der Pavillon-Presse Weimar
Teilnehmerzahl: Mindestes 8, maximal 10.

Anmeldung über unseren Ticket-Shop unter https://tickets.pavillon-presse.de oder über das folgende Formular.  

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    14 Uhr, jeden Montag und Freitag. Mindestens 2 Personen, maximal 12 Personen.  
    Einstündige Führung durch die Pavillon-Presse mit Erklärungen zur Entwicklung der Druckkunst seit Johannes Gutenberg und dem historischen Druckstandort rund um die heutige Pavillon-Presse.
    Zur Teilnahme genügt es in der Regel, 10 Minuten vor 14 Uhr in der Pavillon-Presse zu sein. Die Bezahlung ist vor Ort nur in bar möglich. Alternativ können Sie sich auch einen Platz über unser Online-Ticketsystem reservieren.

    02. März 2026
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  • Tag der Druckkunst 2026 in der Pavillon-Presse

    Vom Grafikdesign der 80er zur Kunst von heute
    Die Pavillon-Presse öffnet zum Tag der Druckkunst am 15. März 2026 zwischen 10 und 15 Uhr mit folgenden Aktionen:
    1.) 1984. Der Macintosh revolutioniert die moderne Drucktechnik
    Nach dem Bleisatz und dem Fotosatz beginnt in den 1980er-Jahren eine neue Ära der Drucktechnik – mit dem Macintosh von Apple wird das einfache Publizieren vom Schreibtisch aus erstmals möglich. Wir erzählen diese Geschichte und Besucher können sich an betriebsbereiten historischen Macintosh-Geräten ausprobieren.


    2.) Grafik und Lyrik aus Thüringen
    Die Künstler Michael Geyersbach (Lyrik) und Max Roßner (Grafik) entwickeln eine gemeinsame Arbeit, die Druckkunst und Literatur verbindet. Gäste können in den Werkstätten die Erstellung der Arbeit mitverfolgen.
    Der Eintritt ist frei.
    15. März 2026 09:00 bis 14:00
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    Drucken Sie bei diesem Tageskurs in der Pavillon-Presse Zitate aus der Zeit der Weimarer Klassik im Druckstil der Zeit. Dabei durchlaufen wir den kompletten Prozess der klassischen, Gutenberg’schen Buchdrucktechnik: vom Entwurf, über den Satz bis hin zum Druck an einer historischen Abziehpresse. 
    Samstag, 2. Mai 2026 ab 9:30 Uhr
    Dauer: nach Bedarf. circa 5 Stunden
    Kosten: 40,– Euro (Teilnahmebeitrag) pro Person.

    Mindestens 3, maximal 7 Teilnehmer.
    Zur Anmeldung
     
    02. Mai 2026
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    16. Mai 2026
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